AKTUELLES

Zeltlager 2009

Brasilianische Woche für Marchingband

Zeltlager der Musiker des TSV Lauf am Dekanatsheim Grafenbuch — Abschlusskonzert

 

 

 

LAUF/GRAFENBUCH — Im tiefen Forst, am evangelischen Dekanatsheim Grafenbuch, schlugen 70 Mitglieder der Marchingband des TSV Lauf ihre Zelte auf. Acht Tage lange drehte sich im Zeltlager wieder alles um die Musik. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete „Brasilianischer Sommer“.

In zwanzig Zelten hatten es sich die Musikfreunde bequem gemacht. Und dabei spielte das Alter keine Rolle – Kinder, Jugendliche, Eltern und Betreuer richteten sich dort ein. Immerhin 66 Jahre alt war der älteste Zelter. Jürgen Bär musste sogar einen LKW einsetzen, um die gesamten benötigten Utensilien vom Laufer Vereinsheim zur Anlage zu bringen.

Natürlich spielte die Musik thematisch die erste Geige in puncto Freizeitgestaltung. Aber wer glaubt, in der Abgeschiedenheit des Waldes könne man sich langweilen, sah sich schnell eines Besseren belehrt, denn die Tage erwiesen sich eher als zu kurz.

In die Verbindung von Musik, Tanz, Sport, Spaß, Basteln, Nachtwandern und Gesang am Lagerfeuer wurden auch die täglich in Scharen eintreffenden Besucher mit einbezogen. Am vorletzten Abend präsentierten die Teilnehmer in einer fulminanten, etwa zweistündigen Show im voll besetzten Innenhof des Dekantsheimes die Höhepunkte und Ergebnisse ihrer Ferienwoche. Gekonnt führte Anna Kraus durch das Programm, indem sie die einstudierten und erlernten Vorführungen und kleinen Malheure der Ferienwoche vorstellte. Kirstin Peschel kam als Rentnerin "Frau Klein" samt historischem Koffer und regte sich wortakrobatisch wahnsinnig auf. Zum einen, weil Grafenbuch nicht per Flugzeug zu erreichen ist, und dann darüber, dass sie auch noch in einem Zelt nächtigen musste.

Mit der Helferhymne dankten die Spielleute allen Unterstützern und Mitarbeitern und dachten dabei vor allem an die vom "Dreamteam der Küche", Berta Hummert, Rita Kresser und Christel Pürkel servierten Braten mit Kniedla. Getreu dem Wochenmotto hieß es "Catwalk frei" für die Mädchen und Jungen der "Color Guard". Auf dem roten Teppich zeigten sie in einer flippigen Modeschau ihre selbst gefertigten brasilianischen T­Shirts. Umrahmt von Faschingsmasken aus Rio de Janeiro folgten von "JoJo" Bourboulis und Karl-Heinz Böhmer eingeübten Sambatänze.

Zur Erinnerung an fröhliche Wasserschlachten fielen zwischendurch und völlig überraschend ein paar Wasserbomben aus den Fenstern des oberen Gebäudeteils auf die Besucher. Die Drumline gab dazu bisher nie gehörte Kadenzen zum Besten und das Gesamtorchester stellte die erlernten Stücke "Loco in Acapulco", "New York, Rio, Tokio" und "Hard-Rock-Café" dem begeisterten Publikum vor. Die Tanz­mädchen wirbelten verkleidet zu den Samba-Rhythmen.

Im Anschluss freuten sich alle auf das am Lagerfeuer gebräunte Stockbrot. Die Cheforganisatorin der Ferienwoche, Marion Bourboulis, war zufrieden und verteilte an alle Kinder und Mitarbeiter im Camp kleine Geschenke, die freudig entgegengenommen wurden.

Abschließend forderte die TSV-Showdancegruppe "Just for Fun" die Fantasie der Gäste mit ihrem Bauchtanzauftritt. Die farbenfrohe und schwungvolle Darbietung war dann aber mehr im Orient angesiedelt. "Die Kreativität unserer Leute erstaunt mich jedes Mal aufs Neue" resümierte der Abteilungs­leiter der Marchingband, Georg Lage, die gelungene Woche.

 

Link Download des Presseberichts als pdf-Datei (1.155 KB)


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers:
(Ausgabe vom 13.08.2009)

 

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