AKTUELLES
Hämmernkirchweih 2009
Herbstsonne verwöhnte Hämmernkirchweih Lauf
Viele Zuschauer beim Rußigen Aidt gestern Nachmittag
— TSV-Marchingband als Ausrichter sehr zufrieden

Die Trommler des Veranstalters der Hämmerkirchweih, der TSV-Marchingband (links). Die Kosaken der Wallensteinfestspiele aus Altdorf bereichern das Spiel vor dem Schloss (rechts).
LAUF (fi) — So klein und kurz die historische Aufführung des sogenannten Rußigen Aidts in Lauf immer im Herbst ist, so fein ist das Spektakel, das seit über 20 Jahren im Rahmen der Hämmernkirchweih stattfindet. Diese Kirchweih für den Stadtteil Lauf links geht auf den Wenzelstag (der immer im 3. Sonntag im Septemberg gefeiert wurde) zurück. Der Spielsmannszug des TSV Lauf hat die Kirchweih vor über 30 Jahren wiederbelebt.
Und wenn dann so ein Prachtwetter wiedieses Wochenendeherrscht - nach Regen und Kälte oft in den vergangenen Jahren - dann strömen Laufer wie Auswärtige in Scharen zur Hämmerkirchweih. Die erst vor einigen Jahren vom Parkplatz des damaligen KSMarktes in der Wetzendorfer Straße in die Altdorfer und Siebenkeesstraße umgezogen ist. Direkt zum Schauplatz des Rußigen Aidt, im kleinen Park vor dem Wenzelschloss.
Für den TSV-Spielmannszug, heute Marchingband, der mit fast 50 Aktiven im Einsatz ist, um die Kirchweih über die Bühne zu bringen, war es dieses Jahr eine der besten Veranstaltungen, was den Besucherzuspruch angeht, so eine Sprecherin. Schon der Samstag war ein Riesenerfolg. Menschenmassen saßen bis neun Uhr Abends auf den Bierbänken, nachdem 2. Bürgermeister Manfred Scheld mit einem Schlag das 1. Bierfass angestochen hatte.
Und der gestrige Sonntag stand dem nicht nach. Im Gegenteil, nur die Trempler hatten am Samstag mehr Geschäft gemacht. Schon Mittags nach dem Gottesdienst waren viele Besucher gekommen und nach dem Festzug und dem Rußigen Aidt, war in der Altdorfer Straße Ecke Siebenkeesstraße alles voller Menschen, die es sich bei Essen und Trinken und Musik gut gehen ließen.

Die Rußigen zu Lauf: Nach ihrem „Aidt“ und mit „Gewöhr“ präsentieren sie sich dem Publikum (links). Gern gesehen in Lauf: Die Wolkersdorfer Bürgerwehr.
Trempleransturm zur Hämmerkirchweih
(Fortsetzung von der 1. Lokalseite) Rußigen Aidt gestern Nachmittag in Lauf

Von Anfang an schon gehört ein großer Trempelmarkt zur Laufer Hämmernkirchweih. Dabei entwickelte sich heuer der Samstag zum großen Renner, wie viele der kleinen und großen Verkäufer - nur letztere müssen eine kleineStandgebühr an den Kreisjugendring entrichten - bestätigten. Schon am Samstagmorgen um sechs Uhr waren die besten Verkaufsplätze belegt und am Ende herrschte reger Basarbetrieb in der Samstag und Siebenkeesstraße (Foto Mitte), in der Hermannstraße, Mühlgasse und am Hollfelder Platz. Echte Hämmerkirchweih-Stimmung vermittelt das Bild oben links, das vom Schlossplatz aus aufgenommen wurde. Während der Schülerspielmannzug aufspielt, sitzen die Menschen im Hemd an den Biertischen bei Weißbier oder Kaffee und Kuchen. Bei aller Geselligkeit aber bildet doch inzwischen der Rußigen Aidt, mit dem einst die Arbeiter der Hammerwerke zum Waffendienst für den Schlossherrn verpflichtet wurden, den Höhepunkt der Hämmerkirchweih. Auf dem Foto unten die Protagonisten des Jahres 2009 des historischen Spiels. Stadtrat Michael Spannring als Oberrußiger, Bürgermeister Benedikt Bisping als Pfleger im Schloss, Oberverwaltungsrat Klaus Sgrai als Stadtschreiber, Polizeichef Günther Losse als Stadtoffizier und Stadtrat Norbert Maschler als Torwächter (von links).

(Fotos: Fischer)
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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers:
(Ausgabe vom 21.09.2009)
Gläubige feiern vor dem Wenzelschloss

Erst vor einigen Jahren eingeführt, ist der ökumenische Gottesdienst am Sonntag der Laufer Hämmerkirchweih längst etabliert. Ideales Wetter und die wunderschöne Kulisse des Wenzelschlosses und der Wasserbrücke taten ein Übriges dafür, dass die Bänke im Park vor der Burg gestern Vormittag voll besetzt waren. Wahre Größe war der Inhalt des Gottesdienstes, eines kleines Spiels der Kinder und natürlich der Predigt von Pfarrer Hoffmann. Dienen und demütig sein, das sei wahre Größe wie sie auch Jesus gelebt habe, so Hoffmann, der anlässlich des gestrigen Weltkindertages auch dazu aufrief, sich mehr um die Kinder dieser Welt zu kümmern. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von Diakon Manfred Preiß und erstmals zu Gast war auch der neue katholische Pfarrer von Lauf, Stefan Alexander, der dann gestern Abend offiziell in sein Amt eingeführt wurde (die PZ wird noch berichten).
(Foto:Fischer)
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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers:
(Ausgabe vom 21.09.2009)

