ZUM SCHMÖKERN
Jubiläumsjahr 2007
Fanfarenstöße für die TSV -Marchingband
Festakt zum 50-jährigen Bestehen des modernen Spielmannszuges des TSV Lauf

Sie stehen seit Jahrzehnten für die
eindrucksvolle Entwicklung und den
hervorragenden Ruf der Marchingband
des TSV: Hannelore Merkl, Georg Lage,
Ralph Büttner (verdeckt), Kerstin
Büttner, Niko Bourboulis, Marion Bourboulis,
Christoph Schuster und Georg Winter.
LAUF (fi) — Zum letzten Mal ertönten die golden glänzenden fahnengeschmückten Fanfaren in der Turnhalle des TSV Lauf und schlossen damit ein Kapitel in der 50-jährigen Erfolgsgeschichte des modernen Spielmannzuges. Gleichzeitig bildete dieser so populäre "Fehrbelliner-Marsch", der ein Klassiker im Repertoire des TSV-Spielmannzuges war, den Abschluss des Festaktes, mit dem die heutige Marchingband ihr Jubiläumsjahr 2007 beendete. Vor genau 50 Jahren war der Spielmannszug im TSV gegründet worden, und so "wie es den Spielmannzug ohne den TSV Lauf nie gegeben hätte, gäbe es heute vielleicht den TSV ohne den Spielmannzug nicht mehr", sagte TSV -Vorsitzender Georg Lage in seinem Rückblick, in der er an einige Meilensteine in der Vereins- und Spielmannszugentwicklung erinnerte.
Zum Festakt in der TSV -Turnhalle waren neben den vielen Familienangehörigen und Spielmannszugmitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste gekommen. An ihrer Spitze Bürgermeister Pompl, Landrat Reich und SPD Landtagsabgeordneter Beyer. Und alle waren voll des Lobes ob der Erfolgsgeschichte der Band, ob ihres perfekten Auftretens und hohen Musikalität und ob der Außen- und Werbewirkung der Spielmannzuges, der sich vor einigen Jahren mit der Änderungen seiner musikalischen Ausrichtung in "Marchingband" umgenannt hatte.

Zum letzten Mal erklang der Fanfarenmarsch
"Fehrbelliner" beim TSV. Diese Musik passt
nicht mehr zum Repertoire der Marchingband.
Fotos: Hensel/Fischer.
"Kulturelle Institution"
"Der moderne Spielmannszug des TSV ist eine kulturelle Institution in unserer Stadt, er gehört einfach dazu und er ist ein perfekter Botschafter Laufs", lobte Bürgermeister Pompl die Musiker um ihren Stabführer Georg Winter. Dabei sei die Jugendlichkeit wohl das Erfolgsgeheimnis der Truppe, meinte Pompl. Dieser Erfolg über 50 Jahre, so ist sich der Bürgermeister sicher, kann überhaupt nur gelingen, wenn man die Jugend begeistern kann. Und hier leiste der Verein Vorbildliches, hier erfahren schon Kinder, "dass Musikhören so ist wie das Kochbuchlesen, das Musikmachen aber so wie das Essen. Eine sinnliche Erfahrung". Und dann erinnerte Pompl noch daran, dass der TSV Spielmannzug vor 30 Jahren, 1977, mit der Hämmernkirchweih das älteste Laufer Fest wieder zum Leben erweckte und heute mit dem Rußigen Aidt (seit 1987) eine wichtige Veranstaltung im Laufer Festprogramm stelle. Dabei allerdings sollte man nie vergessen, so Pompl, dass der Beifall das Ergebnis harter Arbeit sei.
Urgesteine des TSV Spielmannszuges
(Fortsetzung des Berichtes "Show in Rot-Schwarz")

Vor zahlreichen Ehrengästen spielte die
Marchingband des TSV zum eigenen Festakt auf.
Foto: Fischer
Lob auch vom Landrat. Der Moderne Spielmannszug sei längst ein Botschafter nicht nur Laufs, sondern des ganzen Landkreises. Dabei habe er sich nicht nur gut gehalten, sondern sich in den 50 Jahren seines Bestehens hervorragend weiter entwickelt.
"Danke für ein gigantisches Engagement", sagte auch ein bestens gelaunter Landtagsabgeordneter Thomas Beyer, der die vom TSV-Vorsitzenden Lage zugeworfenen Bälle in Bezug auf Politikerkarrieren gerne aufgriff: "Wenn das Nürnberger Land einmal den SPD-Bundeskanzler stellen sollte, dann wird die Marchingband die Hausband im Bundeskanzleramt, das versprech ich." Sehr gerne erinnerte sich Beyer an den Spielmannszugauftritt im bayerischen Landtag, der "so etwas noch nie erlebt" habe, und verteilte ein Sonderlob für Bandleader Winter "der bei jedem Auftritt noch besser drauf ist als zuvor." Dass die Musik verbindet, darin waren sich BLSV-Bezirksvorsitzender Hans Reißer und Pfarrer Thomas Hofmann einig. Hier wie dort zähle das Engagement von Menschen, sagte Reißer, der nebenbei bei den Laufern um Jugend-Entwicklungsarbeit für die Röthenbacher Musikgruppen bat.
Vorsitzender Georg Lage brachte es schließlich in seiner gewohnt trockenen und direkten Art auf den Punkt, warum man Erfolg habe, bei der Jugendarbeit und bei der Vereinsentwicklung, und dafür gelobt werde: "Man muss was machen, dann klappt das mit der Jugend. Und wir machen was..." Natürlich durften beim Festakt in der TSV-Turnhalle Ehrungen nicht fehlen. Als letzter an der Reihe und doch maßgeblich am Erfolg von Spielmannszug und Marchingband von Beginn an beteiligt war TSV -Vorsitzender Georg Lage, der schon seit 1961 beim Verein ist. So bescheiden er sei, so sehr sei er der Inbegriff des TSV in Lauf.
Bei der Marchingband steht natürlich der Name Schorsch Winter an oberster Stelle. Seit 44 Jahren beim Verein rückte er schon 1969 zum Stabführer auf und leitet die Marchingband. In seiner Ära wurden 700 bis 800 junge Menschen beim TSV musikalisch ausgebildet. "Schorsch Winter hat sein Leben in den Dienst der Marchingband gestellt", so das Lob von Georg Lage.
Sein Gegenstück auf der organisatorischen Seite des Spielmannszuges ist Hannelore Merkl. Seit 12 Jahren ist die ehemalige Posaunenbläserin stellvertretende Abteilungsleiterin. Sie opfert ihre gesamte Freizeit dem Verein und kümmert sich von den Vertragsverhandlungen bis zum Essen und von der Hämmernkirchweih bis zu den Cheerleaders um alles in Zusammenhang mit der TSV -Musik.
Verdient um den Spielmannszug haben sich auch Marion und Niko Bourboulis gemacht. Seit 26 beziehungsweise 32 Jahren im Musikzug engagieren sie sich längst als Ausbilder der Schlagzeuger oder als Schriftführerin. Außerdem betreuen sie die Internetseite der Marchingband. Ebenfalls geehrt wurden Kerstin Büttner und Ralph Büttner, die beide seit 30 Jahren dabei sind und sich als Ausbilder für Trommeln und Saxophon einbringen. Und schließlich wurde noch Christoph Schuster ausgezeichnet, ebenfalls Ausbilder der Trommler.
Selbstverständlich sorgte die Marchingband in ihren neuen roten Uniformen selbst auch für den musikalischen Rahmen des Abends. Georg Winter hatte zuvor noch einmal an die Veränderung im Spielmannszug und schließlich die Umwandlung zur Marchingband erinnert. Und dann zog der musikbegeisterte Stabführer einen "für mich schmerzlichen Schlussstrich". Er verabschiedete sich von seinen Fanfarenbläsern, "weil diese Musik einfach nicht mehr zur Marchingbandmusik passt". Und so hörten die Ehrengäste des Festaktes in der TSV -Turnhalle "unwiderruflich zum letzten Mal" den berühmten "Fehrbelliner", bevor es zum Buffet und zur Party ging.
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Veröffentlichung mit freundlicher
Genehmigung des Herausgebers:
(Ausgabe vom 31.10.2007)
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