ZUM SCHMÖKERN
Jubiläumsjahr 2007
Jubiläums-Festabend
Vorwort
Großer Dank gilt allen Freunden und Mitgliedern der Marchingband TSV Lauf, egal ob aktiv oder passiv, für ihren weit über das Normalmaß hinausgehenden Einsatz, ihre Mithilfe und ihr Engagement, mit dem sie zum Gelingen der vielfältigen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2007 beigetragen haben. Persönliche und private Belange mussten oft in den Hintergrund treten.
Ganz besondere Anerkennung den Spielleuten, die sich den hohen Anforderungen in diesem Jahr bedingungslos stellten und damit das Ansehen der Marchingband fördern und für sich selber und ihre besondere Musik neue Anhänger gewinnen konnten.
Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr
mit Festakt am 27. Oktober 2007 abgeschlossen
Zwei Hallen benötigte die 50 Jahre junge Marchingband, um ihren Jubiläumsabend gebührend feiern zu können.
Im "Spiegelsaal" fand vor einer Reihe geladener Ehrengäste, darunter unser Schirmherr und Erster Bürgermeister der Stadt Lauf, Rüdiger Pompl, Landrat Helmut Reich, MdL Dr. Thomas Beyer, Mitglieder des Stadtrates und Vertreter des BLSV, der Festakt statt. Zahlreiche Gäste und Sponsoren hatten den Weg zum Jubiläumsabend beim TSV Lauf gefunden.
Viel Beifall erhielten die Spielleute bereits bei ihrem Einmarsch. Abteilungsleiter und Vereinsvorsitzender Georg Lage begrüßte in seiner humorigen Art die Gäste.

Festreden
Hohes Lob wurde der Musikabteilung in den Ansprachen der Mandatsträger zuteil.
Bürgermeister
Rüdiger Pompl stellte fest, dass der Moderne Spielmannszug des TSV
Lauf zu einer kulturellen Institution und einem perfekten Botschafter der
Stadt geworden ist.
Und Landrat
Helmut Reich fügte ergänzend hinzu "nicht nur Botschafter Laufs,
sondern des gesamten Landkreises". Rüdiger Pompl hob insbesondere auch die
großartigen Verdienste der TSV-Abteilung in Bezug auf den Erhalt der ältesten
Laufer Kirchweih, der Hämmernkirchweih, und des Rußigen Aidt hervor.
Landtagsabgeordneter
Dr. Thomas Beyer sprach von einem "gigantischen Engagement" und
lud die Musiker nochmals in den Bayerischen Landtag ein, dieses Mal mit
organisiertem Marsch vom Stachus durch die Fußgängerzone in München.
Pfarrer Thomas
Hofmann spannte den Bogen von der ersten, historisch erwähnten Marchingband
überhaupt, Josua und seine sieben Posaunisten, die mit ihrer Musik die Mauern
von Jericho zum Einsturz brachten, bis in die Jetztzeit. Zwischen dem biblischen
Führer des Volkes Israel und dem Stabführer der Laufer Spielleute konnte
der Pfarrer jedoch keine direkten Übereinstimmungen feststellen. Was zähle,
sei die Musik und das Verbindende der Musik sowie der Glaube an das eigene
Können.
Gleiches betonte
der Bezirksvorsitzende des BLSV, Hans Reißer. Die erfolgreiche
Jugendarbeit und die Arbeit mit Kindern in der Musikabteilung wurden vom
ihm besonders herausgestellt.
"Blitzlichter"
Ingrid und Hartl Barth hatten einen filmischen Beitrag über verschiedene Auftritte im Jubiläumsjahr hergestellt. Der kurzweilige, unterhaltsame Abriss erinnerte an Auftritte beim Altstadtfest, Kunigundenfest, Bierfest in Nürnberg, Bayerischen Apothekertag in Bad Windsheim und natürlich an die Fieldshow im Mai am Oberen Marktplatz in Lauf und erhielt sehr viel Applaus.
Ehrungen
Abteilungsleiter Georg Lage betonte die Notwendigkeit von Ehrungen treuer Mitglieder des Vereins. Er stellte jedoch ausdrücklich fest, dass ein Verein nur dann funktioniere, wenn alle Mitglieder am gleichen Strang ziehen. Nur der Zusammenhalt und das gemeinsame Arbeiten und Mitwirken aller, in kleinen und großen Angelegenheiten, führe zum Erfolg. Jede Beteiligung und jeder, auch noch so kleine Beitrag einzelner Menschen, trägt dazu bei und kann nicht immer gesondert herausgestellt werden. Vereinsarbeit sei Hobby jedes Einzelnen für sich selber unter dem Dach des TSV.
Geehrt wurden von Georg Lage folgende Personen:

Ehrung aktiver Musiker
Auszeichnung mit der goldenen Ehrennadel des BDMV (Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände):
Kerstin Büttner,
seit 30 Jahren aktiv im Spielmannszug TSV Lauf, seit 22 Jahren Ausbilderin
für Saxophon und Flöte.
Ralph Büttner,
seit 30 Jahren aktiv im Spielmannszug TSV Lauf, davon 20 Jahre Ausbilder
an den Trommeln und der Bassdrum.
Auszeichnung mit der bronzenen Ehrennadel des BDMV:
Christoph
Schuster, seit 15 Jahren beim TSV und seit 10 Jahren bei der Marchingband.
Ausbilder für den Trommelnachwuchs und Snaredrums.
Ehrung besonders verdienter Mitglieder der Musikabteilung
Marion und
Niko Bourboulis, seit 26 bzw. 32 Jahren aktiv im Musikzug, sind
beide als Ausbilder tätig. Marion ist Schriftführerin der Abteilung und
zeichnet verantwortlich für alle organisatorischen Aufgaben im Zusammenhang
mit der Mitgliederverwaltung aber auch in der Förderung der Nachwuchsarbeit.
Zusammen kümmern sie sich um die Technik und das Outfit des Musikzuges sowie
Beschaffungen aller Art. Die gesamte Familie steht im Dienst der Marchingband.
Der Arbeitsaufwand zur Pflege und dem Erhalt der hoch frequentierten Internetseiten
der Marchingband und des TSV Lauf seit 1996 fand besondere Würdigung.
Hannelore
Merkl, frühere Posaunistin, ist seit 12 Jahren stellvertretende
Abteilungsleiterin sowie seit 11 Jahren Kassenverwalterin der Marchingband.
Sie vertritt die Abteilung seit 10 Jahren im Hauptverein, seit 12 Jahren
im Kreisjugendring und im Musikförderverein Lauf. Zudem war sie 10 Jahre
lang Kassiererin des LSW Bayern. In ihrer Freizeit organisiert sie alles,
was in Zusammenhang mit der Musiktruppe zu organisieren ist, von den Vertragsverhandlungen
bis zu den Stadtwürsten. Sie leitet die Gruppe der Cheerleader und der Peewees
und betreut das wöchentliche Training. Die Durchführung der jährlichen Hämmernkirchweih
ist ohne ihr Organisationstalent kaum möglich.
Schorsch
Winter trat 1963 dem TSV bei. Im Alter von 16 Jahren rückte er 1969
zum Stabführer auf und legte bereits 1971 den Dirigentenlehrgang ab. Er
leitet die Marchingband und ist zudem als Ausbilder tätig. Während seiner
Ära wurden bisher etwa 700 bis 800 Personen beim TSV musikalisch ausgebildet.
Schorsch Winter wurde in diesem Jahr von - damals noch Innenminister - Günther
Beckstein für seine enormen Verdienste um den Spielmannszug des TSV Lauf
mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Der Innenminister
sagte in seiner Laudatio wörtlich: "Dank Ihres unbeirrten und konsequenten
Eintretens für die Belange musikalisch begeisterter Menschen sind Sie zu
einem Laufer Original geworden. Durch Ihr zielstrebiges Wirken wurde der
"Moderne Spielmannszug" des TSV Lauf zum Botschafter der Stadt Lauf und
des Landkreises. Damit ist alles gesagt. Schorsch Winter hat sein Leben
in den Dienst der Marchingband und des TSV Lauf gestellt."
Vom Pressesprecher
Anton Hensel wurde der Abteilungsleiter geehrt. Georg Lage
stand bereits 1961 im Spielmannszug als aktiver Musiker. Seit 1986 leitet
er die Abteilung. Er ist ein Mann der ersten Stunde der Hämmernkichweih
(1977 ging es wieder los) und des Rußigen Aidt (1987). Georg Lage führt
sein Leben für den Verein und ist zum Inbegriff des TSV geworden.
Alle Geehrten erhielten aufwändig gestaltete, individuelle Fotobücher überreicht, die Anton Hensel kreiert hatte: "Vereinsmanagement für Heimwerker" für Georg Lage, "Mein Stab und ich im Jubiläumsjahr" für Schorsch Winter, "Urlaub vom Verein" für Hanne Merkl und "Eine Familie sieht rot" für Niko und Marion Bourboulis.
Ehrung der Beteiligten am Rußigen Aidt
Die erste Aufführung des Rußigen Aidt fand 1987 statt. An der Entwicklung und Darstellung des Spektakels waren beteiligt:
Rüdiger Pompl, Hartwig Zitzmann, Günther Zeltner, Erich Schmidt, Günther Heidenreich (bereits verstorben), Hans-Dieter Zantop, Dr. Renate Kubli, Wolfgang Riedelbauch, Ewald Glückert, Georg Lage, Schorsch Winter, später kamen noch dazu Georg Wittmann, Klaus Sgrai, Norbert Maschler und Hanne Merkl.
Die erste Aufführung des Rußigen Aidt fand 1987 statt.
Für jeden Beteiligten am Rußigen Aidt hatte Anton Hensel als Geschenk ein Bildbüchlein "Vergleich 1987 - 2007" vorbereitet.
Vom Spielmannszug zur Marchingband
Georg Lage ließ die 50-jährige Erfolgsgeschichte der Marchingband TSV
Lauf Revue passieren. (Diese Ausführungen sind inhaltlich in der
Chronik nachzulesen).
Schorsch Winter erklärte die Wandlung des Spielmannszuges zum Modernen Spielmannszug und zur jetzigen Marchingband. Symbolisch verabschiedete sich der Musikzug mit dem Fanfarenmarsch "Fehrbelliner" vom alten Repertoire. Extra für diesen Anlass wurden nochmals fünf Fanfarenspieler "reaktiviert" (Wolfgang Popp, Oliver Pürkel, Christel Wohlfarter, Wolfgang Heidenreich und Jürgen Schubert) und ließen den offiziellen Teil ausklingen.
Besonderer Dank galt allen Förderern und Gönnern der Marchingband.


Zum guten Schluss...
Die gesamte Gesellschaft zog um in die mit weit über 100 Bildern aus dem früheren und aktuellen Geschehen im und um den Musikzug geschmückte Turnhalle. Für die aufwändige Dekoration hatten Marike Himmert und Sandra Merkl gesorgt. Hier wartete das über 15 Meter lange Buffet darauf, vernichtet zu werden – ein Unterfangen, das nur teilweise gelang. Im Übungsraum der Marchingband lief Helene Wohlfarters Video-Rückblick über die letzten 15 Jahre und fand großen Anklang und Interesse. DJ Thomas sorgte dagegen in der Halle für Stimmung. Trotz oder dank der Winterzeitumstellung, die Uhren wurden eine Stunde zurückgestellt, fand der Abend mit der Jubiläumsparty sein feuchtfröhliches Ende erst in aller Frühe.

Toni Hensel
Einen Pressebericht zum Festabend gibt es unter
Aus der Presse
zu finden.


