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ZUM SCHMÖKERN

Kunigundenfest Lauf, Juli 2008

Chronologie des Kunigundenfestes aus Sicht
der Festkapelle

Weckruf am Kunigundenfest 2008
Weckruf am Sonntag in Ödenberg.
Foto: Anton Hensel
 
Schorsch und die Kaiserein
Stabführer Schorsch Winter
schmiegt sich an die Kaiserin.
Foto: Anton Hensel

"Hilfe, ich brech zamm" steht an der maroden Mauer der Kunigundenkirche zu lesen. Dieses Motto wollte sich die Marchingband des TSV Lauf aber nicht an die Fahnen heften lassen, sondern ging mit großem Elan das überregional bekannte Kinderfest in Lauf an. Der Auftrag, Festkapelle zu sein, gilt seit jeher als Herausforderung und Ehre gleichermaßen.

Bereits am Freitag, sozusagen als Einstimmung, trafen sich die Spielleute auf dem Kunigundenberg zum Picknick. Angesichts des bevorstehenden Festprogramms galt es, gestärkt und ohne Übungsstress die letzten Abstimmungen im Schatten der alten Bäume des Laufer Hausberges zu treffen.

Am Samstag dann Hauptprobe auf dem Oberen Marktplatz. Trotz drückender Hitze findet bereits um 15 Uhr das "warm up", das Einspielen der Instrumente, statt. Farbenprächtiges Bild am mittelalterlichen fachwerkgeschmückten Platz, gefüllt mit Zuschauern und den Kindern der Laufer Schulen. Festlich der Einzug der Kaiserin Kunigunde samt ihrem Hofstaat. Die Marchingband und der Spielmannszug der Laufer Schulen intonieren ihre Musikstücke teils zusammen unter der Leitung von Schorsch Winter, dem Stabführer der TSV-Musiker.

Um 16.30 Uhr: Abfahrt auf den Bräunleinsberg. Die Rot-Schwarzen haben ihren nächsten Einsatz. Die Firma Werkzeugmaschinenbau Weller feiert ihr 20jähriges Bestehen. Zum abendlichen Festbankett werden die geladenen Gäste mit Rockoldies und Marchingmusik begrüßt.

Strahlender Sonnenschein am Sonntagmorgen. Der Weckruf steht auf dem Programm. Treffpunkt 6.30 Uhr in Ödenberg. Geweckt werden Honoratioren der Stadt und des Landkreises. Von Ödenberg geht es nach Günthersbühl, danach nach Nuschelberg und dann wird der Stadtteil Heuchling aus den Federn getrommelt. Dankbar werden Erfrischungen und Stärkungen entgegen genommen. Nach über vier Stunden Spiel- und Laufzeit ist auch dieser Programmpunkt abgehakt. Es eilt, denn um 13 Uhr steht das "warm-up" für den großen Festzug an und manch einer muss sich zuvor noch duschen und neu sortieren.

Um 13.30 Uhr fällt der Startschuss zum Festzug des Kunigundenfests. Die Marchingband zieht vorne weg, gilt es doch, als Festkapelle den Reigenplatz auf dem Kunigundenberg frühzeitig zu erreichen, um die Plätze einnehmen zu können. Tausende von Zuschauern säumen die Strecke. Ganz Lauf scheint auf den Beinen zu sein. Das letzte, permanent ansteigende Teilstück der Zugstrecke fordert alle Akteure. Schweißtropfen und rote Köpfe sind am obersten Scheitelpunkt der Streckenführung die Quittung der Anstrengungen. Welch tolle Leistung aller teilnehmenden Musiker, die "bergauf" auch noch musizieren.

Nach und nach treffen sich alle ganz oben auf dem Berg. Das Stadion ist überfüllt. Hunderte von Kindern bilden den farbenprächtigen Rahmen zur Ansprache der Kaiserin und der Festrede des Bürgermeisters der Stadt Lauf, Benedikt Bisping. Jutta Auernheimer, die Organisatorin des Festes, gibt Schorsch Winter die versteckten Zeichen zum Einsatz. Alles ist prächtig organisiert, die Marchingmusiker sind in ihrem Element und in fröhlicher Stimmung. Man spürt, alle Besucher und Teilnehmer der Veranstaltung lieben das Fest und ihre Stadt.

Plötzlich Hektik, starker Wind und Regen kommt auf. Die meisten Menschen versuchen vor den Schauern des Gewitters zu flüchten. Das Programm muss abgebrochen werden. Die Marchingband sichert die Instrumente und beendet völlig durchnässt den langen Sonntag.

Mit Spannung wird der Montag erwartet; wird das Wetter besser oder zumindest trocken bleiben. Die meisten Spielleute haben sich frei genommen und stellen berufliche Verpflichtungen hinten an.

“The same procedure as yesterday” ist für den Kunigundenmontag angesagt. 13.00 Uhr wiederum "warm up" zum Festzug durch die Stadt, hinauf auf den Kuniberg. Wie es am Montag gelaufen ist, stand zu dem Zeitpunkt als dieser Artikel geschrieben wurde, noch nicht fest. (ah)

 

Erschienen auf der Website des Pegnitztaler Wochenblattes


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers:

 

 

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